Rechtsanwälte Steuerberater Notare Sachverständige Verkehrspsychologen InternKontakt
Home
 
Archivsuche:


Bundesnotarkammer errichtet zentrales Register für Vorsorgeverfügungen

(Bundesnotarkammer, Mitteilung v. 10.03.2003 - )

Leitsatz der Redaktion:
Nachdem die Bundesnotarkammer (BNotK) ein zentrales Register für Vorsorgeverfügungen errichtet hat, kann jede von einem Notar erklärte Vorsorgevollmacht oder Betreuungsverfügung dem zentralen Register mitgeteilt werden, sofern eine Zustimmung gegenüber dem Notar vorliegt.


Die BNotK hat ein zentrales Register für Vorsorgeverfügungen errichtet, weil Notare in ihrer beruflichen Praxis nahezu täglich Vorsorgevollmachten und Betreuungsverfügungen beglaubigen oder beurkunden.

Sobald ein Notar eine Vorsorgevollmacht oder eine Betreuungsverfügung beurkundet oder beglaubigt, kann er künftig seinen Mandanten danach fragen, ob dieser einer Meldung an das Register zustimmt. Ist dies der Fall, teilt der Notar dem Register die Art und den Umfang der Vorsorgevollmacht und / oder Betreuungsverfügung, die Daten des Mandanten und der Personen mit, die im Betreuungsfall für den Mandanten handeln sollen.
Die Gerichte können im Bedarfsfall schließlich beim Register anfragen und die vorhandenen Daten abrufen. Kosten für diesen Service der Notare sollen den Beteiligten nicht entstehen.

Mittels dem Register sollen die Gerichte Vorsorgeverfügungen schneller und leichter finden können. Eine Nachfrage beim Register sei selbst im eiligsten Fall noch möglich. Im Ergebnis werde häufig die Anordnung unnötiger Betreuungen oder die Bestellung nicht gewünschter Person als Betreuer vermieden werden können.

Durch eine Vorsorgevollmacht oder eine Betreuungsverfügung kann die Person bestimmt werden, die, wenn man selbst dazu nicht mehr in der Lage ist, die vermögensrechtlichen und persönlichen Angelegenheiten regeln soll.
Zwar schreibe das Gesetz keine notarielle Beurkundung oder Beglaubigung dieser Verfügungen vor. Gleichwohl sei dies aber zu empfehlen. Die notarielle Urkunde genieße im Rechtsverkehr höchstes Vertrauen. Anders als einfache schriftliche Vorsorgevollmachten würden notarielle Urkunden allseits akzeptiert. Ein Grund hierfür sei, dass sich der Notar bei der Beurkundung Gewissheit über die Identität des Vollmachtgebers und seine Geschäftsfähigkeit verschafft.

Anmerkung:
Weitere Information zum Thema "Vorsorgevollmacht und Betreuungsverfügung" erhalten Sie auch über den als Acrobat-Datei in der Rubrik "Rechtstipps" von advocat24 zur Verfügung gestellten Beitrag "Überblick über das Betreuungsrecht" unter:

http://www.advocat24.de/user_files/rechtstipps/rechtstipp_betreuung.pdf.




Quelle: BNotK online
[§§ 1896 ff BGB]



© juracontent.de





advocat24 Report
Steuerberater Report
Notar Report
Archiv
Anwaltsuche
Steuerberatersuche
Notarsuche
Sachverständigensuche
Verkehrspsychologensuche
Wir über uns
Leistungen
Nutzungsbedingungen
Kontakt
Email
Impressum

English version

Home
  Newsletter abonnieren
Rechtstipps
Mitglied werden?
Rechtsanwälte Steuerberater Notare Kontakt Intern
top